Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Aufenthalt Familiennachzug

Zur Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft kann Familienangehörigen in Deutschland ein Aufenthaltstitel erteilt werden.

Familiennachzug – Hamburg Welcome Portal

Grundsätzlich können nur Ehegatten und minderjährige Kinder nachziehen. Für eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gelten die Regeln über den Familiennachzug entsprechend. Für den Nachzug von Ehegatten ist erforderlich, dass beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben. Der Nachzug sonstiger Familienangehöriger steht im Ermessen der Behörde und kann nur zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte zugelassen werden.

Für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland muss vorab ein Visum zum Zweck des Familiennachzugs bei der Deutschen Auslandsvertretung im Heimatland beantragt werden. Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten können visumfrei einreisen. Nach der Ankunft in Deutschland melden die Familienangehörigen ihren Wohnsitz an und beantragen bei der zuständigen Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis. Die zuständige Ausländerbehörde richtet sich nach dem Wohnort. Dort erhalten Sie weitere Informationen zur Antragsstellung.

Familiennachzug zu Deutschen

Familienangehörige von Deutschen beantragen eine Aufenthaltserlaubnis für ihren Aufenthalt im Bundesgebiet. Sie berechtigt zur Ausübung der Erwerbstätigkeit.

Voraussetzungen:

  • Der Deutsche hat seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland.
  • Der nachziehende Ehegatte weist einfache Deutschkenntnisse nach (A1).


Familiennachzug zu EU- und EWR-Bürgern

Familienangehörige von EU- und EWR-Bürgern beantragen eine Aufenthaltskarte. Sie dient als Nachweis des Aufenthaltsrechts und des Rechts zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.

Voraussetzungen:

  • Familienangehörige genießen nur dann ein vom EU/EWR-Bürger abgeleitetes Aufenthaltsrecht, wenn dieser seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und ein Freizügigkeitsrecht besitzt.
  • Der nachziehende Ehegatte weist einfache Deutschkenntnisse nach (A1).


Familiennachzug zu Nicht-EU/EWR-Bürgern (Drittstaatler)

Familienangehörige von Nicht-EU/EWR-Bürgern beantragen eine Aufenthaltserlaubnis für ihren Aufenthalt im Bundesgebiet. Sie berechtigt zur Ausübung der Erwerbstätigkeit.

Voraussetzungen:

  • Familienangehörige genießen nur dann ein vom Drittstaatler abgeleitetes Aufenthaltsrecht, wenn dieser seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügt.
  • Der Wohnraum muss ausreichend sein.
  • Der Lebensunterhalt muss gesichert sein. Der Lebensunterhalt eines Ausländers ist gesichert, wenn er ihn einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestreiten kann.
  • In der Regel muss der nachziehende Ehegatte einfache Deutschkenntnisse nachweisen können (A1).