Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Einreise Verpflichtungserklärungen

Mit der Abgabe einer Verpflichtungserklärung können Sie ausländischen Staatsangehörigen einen kurz- oder längerfristigen Aufenthalt in Deutschland ermöglichen.

Verpflichtungserklärungen – Hamburg Welcome Portal

Wenn die finanziellen Mittel eines ausländischen Staatsangehörigen nicht ausreichen, um die Kosten für den Lebensunterhalt während des Aufenthalts in Deutschland zu decken, kann ihm kein Visum für die Einreise nach Deutschland erteilt werden. Damit die Person nach Deutschland einreisen darf, können Sie für die Person eine Verpflichtungserklärung abgeben. Die Verpflichtungserklärung muss bei der deutschen Auslandsvertretung im Visumverfahren vorgelegt werden.

Umfang der Verpflichtungserklärung

Mit der Abgabe einer Verpflichtungserklärung verpflichten Sie sich, für alle Kosten aufzukommen, die in Deutschland verursacht werden und die Ihr Gast nicht selbstständig zahlen kann.
Dies sind zum Beispiel die Kosten:

  • für den Lebensunterhalt (Verpflegung, Unterkunft,  Kleidung)
  • für Krankenbehandlungen und Fälle der Pflegebedürftigkeit (Nachweis eines ausreichenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutzes erforderlich)
  • für die eventuelle Rückführung in das Heimatland (falls Ihr Gast nicht freiwillig wieder ausreist)

Die Verpflichtungserklärung gilt grundsätzlich für einen Zeitraum von fünf Jahren.

Voraussetzungen

Eine Verpflichtungserklärung können Sie nur dann abgeben, wenn Sie selbst über ein ausreichendes eigenes Einkommen verfügen und keine öffentliche Mittel beziehen. Sie müssen dazu in aller Regel entsprechende Nachweise vorlegen (zum Beispiel Wohnraum-, Einkommens- und Versicherungsnachweise). Wenn Ihr Einkommen allein nicht ausreicht, können Sie auch gemeinsam mit anderen Personen eine Verpflichtungserklärung abgeben.

Wenn Sie selbst nicht die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedstaates besitzen, benötigen Sie für die Abgabe einer Verpflichtungserklärung außerdem einen Aufenthaltstitel, dessen Gültigkeit die Besuchsdauer übersteigt.

Abgabe von Verpflichtungserklärungen


(1) Verpflichtungserklärungen für einen Kurzaufenthalt bis zu 90 Tagen 

(2) Verpflichtungserklärungen für einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten 

Verfahren & Unterlagen

Eine Verpflichtungserklärung kann nur persönlich und in Schriftform bei der zuständigen Behörde abgegeben werden und kostet 29 Euro.

Folgende Angaben und Unterlagen werden hierfür benötigt:

  • genaue Personalien Ihres Gastes (Vor- und Zuname, Geburtsdatum und –ort, Adresse im Ausland, wünschenswert ist auch die Seriennummer des Reisepasses)
  • Ihr gültiger Personalausweis oder Reisepass sowie ggf. Ihr gültiger Aufenthaltstitel
  • voraussichtliche Mietkosten und Krankenversicherungsnachweise Ihres Gastes

Zum Nachweis Ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit außerdem:

  • bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern: Lohn- / Gehaltsbescheinigungen / Bezügemitteilungen der letzten drei Monate (ggf. auch Kindergeld-, Kinderzuschlag- oder Elterngeld-Bescheide)
  • bei Rentnerinnen und Rentnern: Rentenbescheid, aus dem die Höhe der aktuellen monatlichen Rente hervorgeht
  • bei selbstständig bzw. freiberuflich Tätigen: letzter Steuerbescheid und aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung oder sonstige Nachweise, aus denen das monatliche Nettoeinkommen oder der aktuelle monatliche Gewinn hervorgeht (Kontoauszüge oder Sparbücher reichen nicht aus!)

Im Einzelfall können weitere Unterlagen gefordert werden.