Studieren & Arbeiten Arbeitsvertrag

In Deutschland ist es üblich, dass Sie nach einer Zusage einen schriftlichen Arbeitsvertrag erhalten. Bitte lesen Sie diesen gut durch, bevor Sie ihn unterschreiben.

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Der Arbeitsvertrag sollte folgende Informationen enthalten:

Name und Anschrift: Von Ihnen und vom Unternehmen.

Vertragsbeginn: Ab welchem Datum sind Sie Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter des Unternehmens?

Befristung: Gilt Ihr Vertrag nur für eine bestimmte Zeit? Wann endet der Vertrag? Eine Befristung muss schriftlich vereinbart werden, sonst gilt der Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Probezeit: Wie lange dauert die Probezeit? Das ist die Zeit, in der Sie oder das Unternehmen den Vertrag relativ schnell wieder beenden können.

Arbeitsort: Wo werden Sie arbeiten? Falls Sie an verschiedenen Orten arbeiten werden, sollte das im Vertrag stehen.

Tätigkeitsbeschreibung: Was werden Ihre Aufgaben im Unternehmen sein?

Arbeitsentgelt: Wie viel Geld werden Sie für Ihre Arbeit bekommen? Wird das Unternehmen Ihnen zusätzlich zum normalen Arbeitsentgelt Zuschläge oder Prämien zahlen, zum Beispiel an Weihnachten oder für Wochenendarbeit? Wann zahlt das Unternehmen das Arbeitsentgelt – am Ende oder Anfang des Monats? In der Regel werden Bruttovergütungen vereinbart. Von diesen Beträgen werden noch Steuern und Abgaben für Sozialversicherungen wie Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen.

Arbeitszeit: Wie lange müssen Sie pro Woche arbeiten?

Urlaub: Wie viele Tage Erholungsurlaub können Sie pro Jahr nehmen?

Kündigungsfristen: Wie lange im Voraus müssen Sie oder das Unternehmen mitteilen, dass das Arbeitsverhältnis durch Kündigung beendet werden soll?

Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen: Oft gelten neben dem Arbeitsvertrag noch besondere Regelungen. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften haben zum Beispiel in vielen Wirtschaftszweigen Tarifverträge abgeschlossen. Tarifverträge können beispielsweise Arbeitsentgelte, Boni oder Urlaubsansprüche regeln. Unternehmen können auch selbst mit ihrem Betriebsrat – als Interessenvertreter der Mitarbeiter – Verträge abschließen. Diese werden Betriebsvereinbarungen genannt. Ob solche Verträge für Sie gelten, können Sie beim Arbeitgeber erfragen. Ein Hinweis darauf kann auch in Ihrem Arbeitsvertrag stehen.