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Studium & Forschung Krankenversicherung für Studierende

Für die Immatrikulation an einer deutschen Hochschule und um eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten, müssen Studierende nachweisen, dass sie ausreichend krankenversichert sind.

Krankenversicherung für Studierende – Hamburg Welcome Portal

Wer in Deutschland als ausländischer Staatsangehöriger studieren möchte, benötigt eine Krankenversicherung. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz sind die Immatrikulation an einer Hochschule sowie die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nicht möglich.

Für Studierende bis zum 30. Geburtstag bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn Sie sich für eine private Krankenversicherung entscheiden, müssen Sie innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn des Studiums einen Befreiungsantrag stellen.


Ausländische Krankenversicherungen

Studierende aus der Europäischen Union sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz können im Heimatland versichert bleiben und in Deutschland medizinische Leistungen erhalten.

Beantragen Sie hierzu bei Ihrer gesetzlichen Versicherung im Heimatland eine Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC) und lassen sich hiermit die im Ausland bestehende Krankenversicherung von einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland anerkennen. Die Anschrift Ihres zuständigen Trägers im Heimatland können Sie im Öffentlichen Verzeichnis der europäischen Institutionen der Sozialen Sicherheit recherchieren.

Die anfallenden Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse des Patienten erstattet. Dies gilt ebenso für Angehörige von Staaten, die mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen im Bereich der Krankenversicherung geschlossen haben. Dies trifft derzeit für folgende Staaten außerhalb der EU zu: Bosnien-Herzegowina, Israel, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei und Tunesien (Stand: August 2017).

Auch die privaten Krankenversicherungen anderer Länder können unter Umständen in Deutschland anerkannt werden. Genaueres erfragen Sie bitte bei Ihrer Versicherung. Wird Ihre private Versicherung anerkannt, benötigen Sie für die Immatrikulation eine Bestätigung, dass Sie von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind. Sie können dann aber für die Dauer Ihres Studiums nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln!


Studentische Pflichtversicherung

Die gesetzliche Pflichtversicherung für Studierende zeichnet sich durch geringe Monatsbeiträge aus (Krankenversicherung: derzeit 66,33 € plus individueller Zusatzbeitrag der Krankenkasse, Pflegeversicherung: derzeit 16,55 € bzw. 18,17 € für Kinderlose ab 23 Jahren). Der Zugang zur studentischen Pflichtversicherung endet allerdings spätestens nach dem 14. Fachsemester oder mit dem Semester, in dem Sie 30 Jahre alt werden.

Für Studierende, die die Altersgrenze von 30 Jahren oder die Studiendauer von 14 Semestern überschritten haben, kann die Pflichtversicherung nur dann fortgeführt werden, wenn einer der folgenden Rechtfertigungsgründe vorliegt:

  • Art der Ausbildung,
  • familiäre Gründe (z.B. Betreuung behinderter oder erkrankter Angehöriger),
  • persönliche Gründe (z.B. Erkrankung, Behinderung, Geburt eines Kindes, Mitarbeit in Gremium der Hochschule)
  • oder der Erwerb der Hochschulzugangsvoraussetzung in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungswegs.

Gibt es keinen solchen Verlängerungsgrund, können sich die Betroffenen freiwillig gesetzlich versichern. Die Beiträge hierfür sind nach einer 6-monatigen Übergangsphase jedoch etwa doppelt so hoch wie der vergünstigte Studententarif.


Private Krankenversicherung

Bei der Entscheidung für die private Krankenversicherung (ebenso wie bei privater Familienversicherung) muss innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Versicherungspflicht die Befreiung von der Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenversicherung beantragt werden. Dabei müssen die Leistungen der gewählten privaten Versicherung denen der gesetzlichen Pflichtversicherung entsprechen.

Bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis ist für die Prüfung der Sicherung des Lebensunterhalts ein Nachweis über einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz erforderlich. Hierfür muss die Anlage 6 durch das Versicherungsunternehmen unterschrieben vorgelegt werden.

Bitte beachten Sie: Die Befreiung gilt für die Dauer des gesamten Studiums und kann nicht widerrufen werden. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.


Studienvorbereitung (Sprachkurse / Studienkolleg)

Wer in Deutschland an einem studienvorbereitenden Sprachkurs teilnimmt oder ein Studienkolleg besucht, kann sich im Regelfall nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. In diesem Fall muss eine private Versicherung gewählt werden.

Bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis muss für die Prüfung des ausreichenden Versicherungsschutzes im Krankheitsfall die Anlage 7 durch das Versicherungsunternehmen unterschrieben vorgelegt werden.

Ist der Sprachkurs beendet, können Studierende, die jünger als 30 sind, für ihr Studium in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.


Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie beim
Beratungszentrum Soziales & Internationales – BeSI
Grindelallee 9 (3. OG)
20146 Hamburg
Tel.: +49 40 41902-155
E-Mail: besi@studierendenwerk-hamburg.de
Persönliche Beratung:
Di, Do: 9:30–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr sowie Termine nach Vereinbarung


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