Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Studium Krankenversicherung für Studierende

Für die Immatrikulation an einer deutschen Hochschule müssen Studierende nachweisen, dass sie ausreichend krankenversichert sind.

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Internationale Studierende aus der Europäischen Union und Ländern, mit denen Sozialversicherungsabkommen bestehen, können bei Vorliegen der Voraussetzungen im Heimatland versichert bleiben und die dort ausgestellte Europäische Krankenversicherungskarte in Deutschland verwenden.

Internationale Studierende bis zum 30. Geburtstag bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters, die keine Europäische Krankenversicherungskarte haben, können sich bei Studienbeginn entweder gesetzlich in der studentischen Pflichtversicherung oder privat versichern.

Studentische Pflichtversicherung
Private Krankenversicherung
BAföG-Empfänger
Studienvorbereitung (Sprachkurse/Studienkolleg)
Beratungszentrum Soziales & Internationales


Studentische Pflichtversicherung

Die gesetzliche Pflichtversicherung für Studierende zeichnet sich durch geringe Monatsbeiträge (Krankenversicherung: derzeit 66,33 € plus individueller Zusatzbeitrag der Krankenkasse/Pflegeversicherung: derzeit 15,25 €) aus. Sie endet allerdings spätestens nach dem 14. Fachsemester oder mit dem Semester, in dem Sie 30 Jahre alt werden. Ab dem 23. Geburtstag zahlen kinderlose Studierende für die Pflegeversicherung 16,87 €.

Damit beträgt der gesetzlich festgelegte Krankenversicherungsbeitrag 10,22 % des BAföG-Bedarfssatzes für Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern leben (649,- €). Hinzu kommt die Pflegeversicherung mit 2,35 % (für Studierende über 23 ohne Kinder: 2,6 %).

Für Studierende die die Altersgrenze von 30 Jahren oder die Studiendauer von 14 Semestern überschritten haben, kann die Pflichtversicherung nur dann fortgeführt werden, wenn einer der folgenden Rechtfertigungsgründe vorliegt:

  • Art der Ausbildung,
  • familiäre Gründe,
  • persönliche Gründe oder
  • der Erwerb der Zugangsvoraussetzung in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungswegs.

Gibt es keinen solchen Verlängerungsgrund, können sich die Betroffenen freiwillig gesetzlich versichern. Die Beiträge hierfür sind nach einer 6-monatigen Übergangsphase jedoch etwa doppelt so hoch wie der vergünstigte Studententarif.


Private Krankenversicherung

Bei der Entscheidung für die private Krankenversicherung (ebenso wie bei privater Familienversicherung) muss innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Versicherungspflicht die Befreiung von der Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenversicherung beantragt werden.

Bitte beachten Sie: Die Befreiung gilt für die Dauer des gesamten Studiums und kann nicht widerrufen werden. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.


BAföG-Empfänger

Wenn Sie als BAföG-Empfänger eine Krankenversicherung abschließen, kann sich Ihr monatlicher BaföG-Anspruch erhöhen (aktuell um maximal 71,- € für die Krankenversicherung und um höchstens 15,- € für die Pflegeversicherung). Hierzu benötigen Sie eine Bescheinigung Ihres Versicherungsunternehmens, die Sie beim Amt für Ausbildungsförderung vorlegen können.


Studienvorbereitung (Sprachkurse / Studienkolleg)

Wer in Deutschland an einem studienvorbereitenden Sprachkurs teilnimmt oder ein Studienkolleg besucht, kann sich im Regelfall nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. In diesem Fall muss eine private Versicherung gewählt werden. Ist der Sprachkurs beendet, können Studierende, die jünger als 30 sind, für ihr Studium in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

Das Deutsche Studentenwerk hat für Studierende, die sich nicht bei den gesetzlichen Krankenkassen versichern können, eine Rahmenvereinbarung mit dem UNION Versicherungsdienst getroffen.

Weitere Informationen erhalten Sie gern beim
Beratungszentrum Soziales & Internationales – BeSI
Grindelallee 9 (3. OG)
20146 Hamburg
Tel.: +49 40 41902-155
E-Mail: besi@studierendenwerk-hamburg.de

Persönliche Beratung ohne Voranmeldung:
Mo, Fr: 9:30–12:00 Uhr
Di, Do: 9:30–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr