Erfolgsgeschichte von Pavlo Skliar
Ich bin 42 Jahre alt und stamme aus der Ukraine. Im Jahr 2022 bin ich aufgrund des Krieges in der Ukraine mit meiner Familie – meiner Ehefrau und meinen zwei Kindern – nach Deutschland gekommen. In meinem Heimatland habe ich Maschinenbau studiert und dort über 10 Jahre als Ingenieur gearbeitet. Seit März 2025 bin ich unbefristet und in Vollzeit als qualifizierter Instandhalter bei der S-Bahn Hamburg GmbH angestellt.
Mein Start in Hamburg
Zu Beginn meiner Zeit in Deutschland stand ich ein halbes Jahr lang vor der Entscheidung, ob ich mit meiner Familie in Deutschland bleiben oder in die Ukraine zurückkehren sollte. Meine Kinder wollten gerne zurück in die Ukraine, was mir die Entscheidung zusätzlich erschwert hat.
Irgendwann habe ich realisiert, dass sich die Situation in der Ukraine zeitnah nicht verbessern wird, weshalb ich entschieden habe, mit meiner Familie in Deutschland zu bleiben. Nach meiner Ankunft habe ich mich hier sehr von der Gesellschaft unterstützt gefühlt, was mir und meiner Familie das Ankommen erleichtert hat. Zudem war meine Schwester, die bereits seit über 10 Jahren in Hamburg lebt, eine große Hilfe für uns.
Seit März 2025 arbeite ich in Hamburg als qualifizierter Instandhalter bei der S-Bahn Hamburg GmbH und bin besonders stolz darauf, dass ich diesen Job bekommen habe. Hier repariere und warte ich die Züge der S-Bahn, wozu auch das Austauschen von Verschleißteilen wie Achsen, Getrieben und Bremsen gehört. Die Arbeit macht mir großen Spaß und ich fühle mich in dem Betrieb „zu Hause“. Meine Kolleginnen und Kollegen sind nett, unterstützen mich und zeigen viel Verständnis.
Mein persönlicher Tipp für alle, die neu anfangen
Ich habe mehrere Ratschläge für Menschen, die neu nach Hamburg kommen: Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen und sich aktiv zu bemühen, diese zu erreichen. Außerdem empfehle ich, die deutsche Sprache zu lernen und das Anerkennungsverfahren durchzuführen.
Mein Weg in den Job: Wie mir das HWC den Einstieg erleichtert hat
Mein Weg in den deutschen Arbeitsmarkt würde ich als „lang“ beschreiben. In meiner Heimat, der Ukraine, habe ich Maschinenbau studiert und nach dem Studium fast zwölf Jahre als Maschinenbauingenieur gearbeitet.
Auf meinem Weg in den Hamburger Arbeitsmarkt wurde ich von mehreren Teams im Hamburg Welcome Center (HWC) unterstützt. Ohne die Hilfe des HWC wäre es schwer gewesen, eine berufliche Perspektive in Deutschland zu entwickeln.
Bevor ich in Deutschland zu arbeiten begonnen habe, habe ich mehrere Sprachkurse bis zum Sprachniveau B2 besucht und an einem Bewerbungscoaching teilgenommen, das vom Jobcenter organisiert wurde.
Ein weiterer wichtiger Schritt war es, mein ukrainisches Maschinenbaustudium anerkennen zu lassen. Dabei wurde ich von der Zentralen Anlaufstelle Anerkennung (ZAA) beraten und unterstützt. Inzwischen habe ich die Bescheinigung erhalten, dass mein ukrainischer Hochschulabschluss mit einem deutschen gleichwertig ist und darf offiziell die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ führen.
Meine Arbeitsvermittlerin im HWC hat mich aktiv bei der Jobsuche unterstützt, indem sie mich auf Veranstaltungen hingewiesen und mir potenzielle Stellen zugesendet hat. Mit verschiedenen Maßnahmen und Förderungen wurde ich vor und nach der Arbeitsaufnahme unterstützt. Auch der Labour Market Service hat mir bei der Suche nach einem Praktikumsplatz geholfen.
Ich habe aber auch viel Eigeninitiative gezeigt und mich sehr um Arbeit bemüht. Im Mai 2024 habe ich den Tag der offenen Tür bei der S-Bahn Hamburg besucht, um das Unternehmen näher kennenzulernen. Auf Anraten meiner Arbeitsvermittlerin habe ich eine Initiativbewerbung an die S-Bahn Hamburg geschickt und wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Während ich noch auf eine Rückmeldung von der S-Bahn Hamburg wartete, erhielt ich einen Vermittlungsvorschlag für eine Stelle als Servicetechniker durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice (gAGS). Ich arbeitete zwei Tage zur Probe und bekam anschließend eine Einstellungszusage. Fast zeitgleich erhielt ich aber auch eine Zusage von der S-Bahn Hamburg. Nach sorgfältiger Abwägung entschied ich mich für die Stelle als qualifizierter Instandhalter bei der S-Bahn.
Bisher haben wir in einer kleinen Wohnung gelebt, in der sich meine beiden Kinder ein Zimmer teilen mussten – dank meines neuen Jobs wird das bald der Vergangenheit angehören. Mein Ziel war es, einen guten Job und eine passende Wohnung für meine Familie zu finden. Mit Unterstützung des HWC habe ich dieses Ziel erreicht und darauf bin ich sehr stolz.
Was das HWC für mich bedeutet
Hat Ihnen diese Geschichte Mut gemacht?
Das Hamburg Welcome Center ist eine zentrale Anlaufstelle rund um Anliegen der beruflichen Integration für Menschen, die nach Hamburg zuwandern oder zugewandert sind, sowie für Unternehmen, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.