Erfolgsgeschichten aus dem HWC

Angekommen. Weitergekommen. Erfolgsgeschichten aus dem Hamburg Welcome Center.
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Erfolgsgeschichte von Ahmed Bairam

Ahmed Bairam
© Hamburg Welcome Center

Ich bin 32 Jahre alt und komme aus Palästina. In der Ukraine habe ich Zahnmedizin studiert und dort sowie in Palästina als Zahnarzt gearbeitet. 2023 bin ich nach Hamburg gekommen und habe hier das Anerkennungsverfahren zum Zahnarzt gestartet. Seit März 2025 arbeite ich im Dentologicum als zahnmedizinischer Fachassistent (ZFA).

 

Mein Start in Hamburg

Ich kam 2023 wegen des Krieges in der Ukraine allein nach Deutschland. Mein Bruder und einige Freunde lebten schon hier, allerdings nicht in Hamburg, wo ich aufgrund meiner Aufenthaltserlaubnis bleiben musste. Die erste Zeit war nicht einfach. Die Sprache war für mich schwierig, das System kompliziert und es war nicht leicht, eine Wohnung zu finden. Ich war enttäuscht und habe sogar überlegt, nach Palästina zurückzugehen. Dann habe ich mich beim Jobcenter gemeldet und dort wurde für mich ein Termin im Hamburg Welcome Center (HWC) organisiert. Ab da wurde alles anders.

Heute arbeite ich in Vollzeit als zahnmedizinischer Fachassistent. Gleichzeitig habe ich die Approbation als Zahnarzt gestartet, um bald wieder in meinem Beruf arbeiten zu können.

Mittlerweile leben auch meine Frau und meine Tochter bei mir in Hamburg. Die Trennung von meiner Familie in den letzten Jahren war sehr belastend für mich, sowohl beruflich als auch psychisch. Heute geht es mir viel besser.

 

Mein persönlicher Tipp für alle, die neu anfangen

Am Anfang war ich total ratlos. Deshalb empfehle ich allen, so schnell wie möglich einen Termin im HWC zu vereinbaren. Das HWC hilft bei allen wichtigen Themen, wenn man aus dem Ausland neu nach Hamburg kommt. So kann man Zeit sparen und, wie in meinem Fall, so früh wie möglich die Anerkennung starten und eine Arbeitsstelle finden.

 

Mein Weg in den Job: Wie mir das HWC den Einstieg erleichtert hat

Im HWC hatte ich zuerst einen Termin beim Jobcenter. Dort bekam ich Unterstützung beim Deutschlernen. Ich habe am Integrations- und Berufssprachkurs (B2) teilgenommen und man hat mir einen Platz im C1-Deutschkurs für Medizinberufe vermittelt, den ich sehr sinnvoll fand. 

Außerdem hatte ich anfangs mehrere Termine bei der Zentralen Anlaufstelle Anerkennung (ZAA). Das Team half mir, die Unterlagen für meine Approbation vorzubereiten und das Verfahren zu verstehen. Das war für mich sehr wertvoll, auch weil das Team die Beratung in meiner Sprache angeboten hat.

Die Jobsuche war trotzdem schwierig. Ich habe intensiv gesucht, viele Bewerbungen geschrieben und viele Absagen bekommen. Zu der Zeit konnte ich an einer Veranstaltung des Labour Market Service zum Thema Vorstellungsgespräche teilnehmen. Dort habe ich gelernt, wie solche Termine ablaufen und worauf man achten muss. Kurz darauf vermittelte mir der Labour Market Service in Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Arbeitgeberservice ein Vorstellungsgespräch beim Dentologicum für eine Stelle als zahnmedizinischer Fachassistent – und ich erhielt einen Arbeitsvertrag.

Nachdem die Ausländerrechtliche Beratung nach einer passenden Lösung für meinen Aufenthaltsstatus gesucht hatte, habe ich beim Team Aufenthaltsangelegenheiten für Fachkräfte eine Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung beantragt. So konnte ich anschließend meine Familie nach Hamburg holen und die Visa-Stelle unterstützte mich beim Familiennachzug.

Als meine Frau und Tochter endlich hier waren, gab uns der Newcomers Service hilfreiche Informationen zum Leben in Hamburg, beispielsweise zu Kitas oder zur Suche nach Deutschkursen für meine Frau.

Ich bin stolz darauf, dass ich heute als zahnmedizinischer Fachassistent in meinem Fachbereich arbeiten kann. Mir war es wichtig, schon praktische Erfahrungen zu sammeln und mit Patienten zu arbeiten, während ich auf die Anerkennung als Zahnarzt warte.

Am HWC gefällt mir besonders, dass alle Abteilungen an einem Ort zusammenarbeiten und sehr gut organisiert sind. Die Mitarbeitenden sind freundlich und hilfsbereit, so dass man sich sicher fühlt.

Wenn man aus dem Ausland kommt, weiß man oft nicht, wie alles funktioniert. Das HWC erleichtert den Einstieg sehr. Ich danke allen Mitarbeitenden, denn ohne das HWC hätte ich meinen Weg in Hamburg nicht von Anfang bis Ende gehen können. 

 

Was das HWC für mich bedeutet

Ahmed Bairam
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