Erfolgsgeschichte von Mahmoud Mousattat
Ich bin 32 Jahre alt und bin im Juni 2025 mit der Chancenkarte* nach Hamburg gekommen. Geboren und aufgewachsen bin ich in Syrien, wo ich ein Studium im Elektrotechnik-Ingenieurwesen mit der Fachrichtung Steuerungs- und Automatisierungstechnik abgeschlossen habe. Danach habe ich mehrere Jahre sowohl in Syrien als auch im Irak als Automatisierungsingenieur und als SPS-Programmierer gearbeitet. Seit September 2025 arbeite ich als Betriebselektroniker bei der Crisp Malt GmbH in Hamburg, wo ich mich um den reibungslosen Betrieb und die Instandhaltung der mechanischen Anlagen kümmere.
Mein Start in Hamburg
Ich war sehr überzeugt, dass Deutschland mir gute Chancen bietet, meine Berufserfahrung und Qualifikation einzusetzen und neue Technologien kennenzulernen. Mit der Chancenkarte bekam ich dann die Gelegenheit, in Deutschland nach einem Job zu suchen.
Als ich nach Hamburg gekommen bin, waren die Menschen sehr nett, offen und hilfsbereit. Ich habe mich schnell wohlgefühlt.
Die erste Zeit in Hamburg habe ich bei meiner Schwester, die schon seit vielen Jahren hier lebt, gewohnt. Über diese Möglichkeit war ich sehr dankbar. Meine Schwester und ihr Ehemann haben mich auch bei der Suche nach Arbeit und im Alltag unterstützt.
Mein persönlicher Tipp für alle, die neu anfangen
Schon vor meiner Ankunft habe ich mich im Ausland auf meinen neuen Lebensabschnitt in Deutschland vorbereitet, was mir den Start deutlich erleichtert hat.
Ich habe neben der Arbeit Deutsch bis zum Niveau B1 erlernt. Dass ich schon Deutsch sprechen konnte, war für meinen Start in Hamburg ein großer Vorteil. Außerdem habe ich vor meiner Ankunft eine Zeugnisbewertung für meinen Hochschulabschluss beantragt.
Sowohl meine Deutschkenntnisse als auch die Bescheinigung, dass mein Abschluss mit einem deutschen Abschluss vergleichbar ist, haben mir bei Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt geholfen.
Menschen, die sich noch im Ausland befinden und gerne nach Deutschland kommen möchten, sollten sich informieren, wo sie Hilfe bekommen können. In Hamburg ist zum Beispiel das Hamburg Welcome Center eine gute Anlaufstelle und man kann auch Unterstützung von der Agentur für Arbeit erhalten, wenn man sich dort arbeitssuchend meldet.
Ich empfehle neu Zugewanderten auch, neue Menschen kennenzulernen und jemanden zu finden, mit dem man Deutsch sprechen kann. Auf Social Media gibt es zudem viele Informationen über Aktivitäten in Hamburg. Das unterstützt die Integration.
Vor meiner Ankunft haben mir viele Menschen gesagt, dass es schwer sein wird und lange dauern könnte, hier eine Arbeit zu finden. Es war für mich wirklich ein großer Schritt, nach Deutschland zu ziehen. Ohne Berufserfahrung in Deutschland ist es eine Herausforderung, einen Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Einige Arbeitgeber denken, dass eine Qualifikation und Berufserfahrung aus Syrien nicht so interessant ist wie aus bestimmten anderen Ländern. Das finde ich schade. Aber beim Probearbeiten kann man zeigen, was man kann.
Deutschland hat eine große Wirtschaft und braucht Fachkräfte, es gibt so viele Stellenangebote und Chancen. Es ist wichtig, dass man sich nicht entmutigen lässt und an seine Fähigkeiten glaubt.
Mein Weg in den Job: Wie mir das HWC den Einstieg erleichtert hat
Als ich meinen Wohnsitz angemeldet habe, hat mir die Mitarbeiterin im Hamburg Service das Hamburg Welcome Center empfohlen.
Ich habe mich dort gemeldet und von der Agentur für Arbeit im HWC eine Berechtigung zur Teilnahme an einem Berufssprachkurs (BSK) auf dem Niveau B2 erhalten.
Meine Beraterin hat mich zudem auf das Angebot des Labour Market Service (LMS) im HWC hingewiesen. Ich konnte an kostenlosen Schulungen des LMS zum Thema Bewerbungsunterlagen und zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche teilnehmen.
Mit Unterstützung des LMS habe ich meine Bewerbungsunterlagen überarbeitet. Mein Berater hat mir auch viel Selbstvertrauen gegeben und mich immer wieder ermutigt.
Bereits drei Monate nach meiner Ankunft in Hamburg habe ich mich erfolgreich bei meinem jetzigen Arbeitgeber beworben.
Anschließend habe ich vom Team Aufenthaltsangelegenheiten für Fachkräfte im HWC eine Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung erhalten.
Es ist schön, nun erste Berufserfahrung in Deutschland sammeln zu können. Für die Zukunft wünsche ich mir, meine berufliche Weiterentwicklung fortsetzen zu können, da Deutschland ein Land mit vielen Möglichkeiten ist.
Ich bin sehr zufrieden und stolz, dass ich so schnell eine Arbeit in Hamburg gefunden habe und möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im HWC für ihre Unterstützung danken. Diese Hilfe war für meinen Start in Hamburg von großer Bedeutung.
Was das HWC für mich bedeutet
*Die Chancenkarte ist ein Aufenthaltstitel zur Jobsuche. Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Webseite.