Erfolgsgeschichte von Zahra
Ich bin 32 Jahre alt und komme aus dem Irak. Im Dezember 2016 bin ich mit meiner Familie nach Hamburg gezogen. In meiner Heimat habe ich eine Ausbildung als Krankenschwester begonnen, die ich wegen des Krieges nicht abschließen konnte. Seit Januar 2026 bin ich ausgebildete medizinische Fachangestellte.
Mein Start in Hamburg
Aufgrund des Krieges bin ich im Dezember 2016 mit meiner Familie nach Hamburg gekommen. Am Anfang war es sehr schwer für mich, die neue Sprache zu lernen und ein neues Land kennenzulernen. Ich kannte niemanden hier. In Sprachkursen und in Gruppen für Frauen und Familien habe ich dann gute Menschen getroffen, die mir geholfen haben. Ich bin sehr dankbar dafür.
Als meine Familie und ich in der Erstaufnahmeeinrichtung lebten, lernten wir eine Person kennen, die uns bei verschiedenen Dingen unterstützte und es auch immer noch tut. Mittlerweile ist er wie ein Familienmitglied.
In Hamburg bin ich sehr zufrieden, die Stadt und die Menschen sind wunderbar. Hier fühle ich mich wohl. Ich vermisse meine Heimat, aber Deutschland ist meine zweite Heimat geworden. Ich bin stolz darauf, dass meine Familie und ich heute deutsche Staatsbürger sind. Bei meiner Einbürgerung habe ich einen Satz gehört, den ich schön finde: „Hamburg mein Hafen, Deutschland mein Zuhause.“.
Mein persönlicher Tipp für alle, die neu anfangen
Es ist es wichtig Deutsch zu lernen und nicht aufzugeben, auch wenn es schwierig ist. In Deutschland gibt es viele Chancen und Wege. Wenn etwas nicht klappt, hilft es, Geduld zu haben und es noch einmal zu versuchen. Auch Fragen zu stellen ist wichtig, so kann man viel von anderen Menschen lernen und Hilfe bekommen.
Mein Weg in den Job: Wie mir das HWC den Einstieg erleichtert hat
Mein beruflicher Weg in Deutschland hat als Kundin im Jobcenter des Hamburg Welcome Centers (HWC) angefangen. Zuerst habe ich Deutsch gelernt. Ich habe die Möglichkeit bekommen, an einem Integrationskurs und einem Berufssprachkurs teilzunehmen und so das Sprachniveau B2 erhalten.
Ein weiterer wichtiger Schritt auf meinem Weg in die Arbeit war die Anerkennung meiner Schulzeugnisse. Die Zentrale Anlaufstelle Anerkennung hat mir dabei geholfen, indem sie mich an die zuständige Stelle verwiesen hat. Durch das Jobcenter konnte ich dann an einer Maßnahme teilnehmen, bei der ich einen Überblick erhalten habe, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt und welcher Weg zu mir passt. Ich habe mich entschieden, dass ich im Gesundheitsbereich arbeiten möchte, damit ich kranken Menschen helfen kann. Bereits in meiner Heimat im Irak war das mein Ziel. Dort hatte ich eine Ausbildung als Krankenschwester angefangen, die ich durch den Krieg nicht beenden konnte.
Da ich schon Erfahrungen gesammelt hatte, konnte ich eine Umschulung zur medizinischen Fachangestellten (MFA) machen. Die Umschulung war schwierig, nicht nur wegen der Sprache, sondern auch, weil ich gleichzeitig für meine zwei Kinder da sein musste. Ich habe nicht aufgegeben und wurde auch sehr durch meine Familie unterstützt. Mein Ehemann und meine Kinder waren während meiner Umschulung immer mein größter Halt und meine Stärke. Mir ist es wichtig zu sagen, dass ich auch durch drei Personen aus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Blankenese sehr unterstützt wurde. Für alles, was sie für mich getan haben, bin ich unendlich dankbar.
Im Januar 2026 habe ich meine Umschulung erfolgreich abgeschlossen.
Heute bin ich sehr glücklich und stolz, dass ich bei den Asklepios Kliniken arbeiten darf und einen wichtigen Schritt für meine Zukunft geschafft habe!
Was das HWC für mich bedeutet